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Boxer-2Takter-Gegenkolben-Motor speziell für HHO Selbstbau!

Erstellt von Karlo, 26. Juli 2011, 03:13:07

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Karlo

*
26. Juli 2011, 03:13:07
Hallo werte Forenmitglieder, erst einmal ein Bravo für dieses gute Forum.
Mich interessiert besonders die Sparte Motor für Strom + Wärmeerzeugung. Die am Markt befindlichen Motoren können ja wohl auch andere Forenmitglieder nicht wirklich begeistern. In der Richtung Stelzer-Motor, aber weiter entwickelt (wegen der bekannten Probleme mit der Steuerung, wie Anlasser etc.) habe ich mir dazu etwas einfallen lassen (schon ca. 1970 rum).     Nun meine Frage: Wer hat Drehbank etc. für einen Motorenbau? Oder aber: hat schon jemand in dieser Richtung (wie oben beschrieben: Boxer-2-Takter -[also nicht den 180°-Stelzer]) gesehen, gebaut oder gerade in Arbeit? Hatte leider gerade meine Werk-Ausrüstung entsorgt als die AKW-Still-legung kam. Somit wieder interessant. Danke für Antworten im Voraus.
„Alle sagten, es sei unmöglich; da kam einer,
der wusste von nichts und tat es einfach."

Helmut

*
#1
26. Juli 2011, 14:18:39
Hallo Karlo
Herzlich wilkommen.
Neue Leute, neue Ideen, so geht es vorwärts.

Beim zwei Takter weis ich nur, das dem Treibstoff Oel zugesetzt werden muss, damit die Schmierung gewährleistet ist.

Wenn dann jetzt im Brennraum das HHO Gas zusammen mit dem eigenebelten Oel verbrannt wird, schafft das sicher ganz eigenartige Umstände für das Betriebsverhalten des Motors. Vom Ökologischen Standpunk her wäre es angebracht, das Oel wenn möglich aufzufangen und oder im Kreislauf zu behalten. 
Gibt es da schon Ansätze?
Helmut
In der Ruhe  liegt die Kraft.

Karlo

*
26. Juli 2011, 14:32:09 Letzte Bearbeitung: 26. Juli 2011, 14:41:26 von Karlo
Zitat von: Helmut, 26. Juli 2011, 14:18:39
Hallo Karlo
Herzlich wilkommen.
Neue Leute, neue Ideen, so geht es vorwärts.

Beim zwei Takter weis ich nur, das dem Treibstoff Oel zugesetzt werden muss, damit die Schmierung gewährleistet ist.

Wenn dann jetzt im Brennraum das HHO Gas zusammen mit dem eigenebelten Oel verbrannt wird, schafft das sicher ganz eigenartige Umstände für das Betriebsverhalten des Motors. Vom Ökologischen Standpunk her wäre es angebracht, das Oel wenn möglich aufzufangen und oder im Kreislauf zu behalten. 
Gibt es da schon Ansätze?


Die "alten" 2-takter saugten vom Vergaser ins Kurbelgehäuse. Dann ging es anschließend erst durch Überströmkanälen (siehe Stichwort: Schnürlespülung) zum Brennraum. Beim Gegenkolbenmotor (siehe OPOC-Motor -wollen jetzt viele große Motorenhersteller für Pkw´s UND Lkw´s bauen als 2-takter) hat man ein geschlossenes Kurbelgehäuse wie beim 4-takter. Somit ist "Gemisch" kein Problem und kann sauber verbrennen.
Schönen Gruß und vielen Dank für das herzliche Willkommen.
P.S.: OPOC ist umständlich aufwändig. Habe da bessere Idee.
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Ich wurde Gesperrt

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#3
26. Juli 2011, 18:25:35
Hallo Karlo, ich kann dir nicht wirklich helfen, interessehalber habe ich aber trotzdem ein paar Fragen.
Welchen Vorteil siehst du in deiner Idee gegenüber anderen 2 Taktern und soll der Motor nur auf Knallgas betrieben werden, sprich ohne separate Luftzufuhr?

Meiner Meinung nach ist das eine große Herausforderung, einen Motor selber zu bauen.
Da braucht man eine Menge Manpower, Geld, Software-Rechenpower(Cluster für Simulationen) und und und und.
Was spricht denn gegen einen käuflich erwerbbaren 2 Takter, den man ggf. umbaut.

Ich wollte auch mal einen 2 Takter umbauen (allerdings auf Druckluftdirekteinspitzung), bin dann aber an der Elektronik gescheitert.....................  >:(

Helmut

*
#4
26. Juli 2011, 19:34:00
Zitat von: GandalfderGraue, 26. Juli 2011, 18:25:35
Hallo Karlo, ich kann dir nicht wirklich helfen, interessehalber habe ich aber trotzdem ein paar Fragen.
Welchen Vorteil siehst du in deiner Idee gegenüber anderen 2 Taktern und soll der Motor nur auf Knallgas betrieben werden, sprich ohne separate Luftzufuhr?

Meiner Meinung nach ist das eine große Herausforderung, einen Motor selber zu bauen.
Da braucht man eine Menge Manpower, Geld, Software-Rechenpower(Cluster für Simulationen) und und und und.
Was spricht denn gegen einen käuflich erwerbbaren 2 Takter, den man ggf. umbaut.

Ich wollte auch mal einen 2 Takter umbauen (allerdings auf Druckluftdirekteinspitzung), bin dann aber an der Elektronik gescheitert.....................  >:(


Das das ein riesen Ding ist, da kann ich dir nur zustimmen,
Aber, was die Bauteile angeht, da muss man nicht von ganz unten anfangen. Kolben, Zylinderköpfe , Pleulstangen und all die Innereien gibt es schon fertig zu kaufen. 
Warum nicht so einen 40ccm Chinamotor nehmen, und die Bauteile für einen Eigenbau verwenden.  Ein Zweitakter mit cleverer Schiebersteuerung  braucht nur wenige auf die Rotation abgestimmte Teile.
Ich glaube der Bau des Kurbelgehäuses, währe da noch das Schwierigste. So ein Chinamotor kostet keine 100 Euro. Da sind selbst Zündungsteile und so ein Zeug mit dabei.
Helmut
In der Ruhe  liegt die Kraft.

Karlo

*
#5
27. Juli 2011, 01:45:59
toll, so viel Resonanz hier nach kurzer Zeit! Zu den Fragen u. Kommentaren:
@Gandalf: "ob nur Knallgas":
also, mit einem 2-Takt-Gegenläufer kann man alles, was Energie abgibt auch nutzen zum Antrieb, weshalb diese Motoren sogar in Panzern benutzt werden;
mir ging es aber darum, eine bessere Energieausbeute wie beim 4-takter zu erzielen, ohne den Umweg über das Kurbelgehäuse gehen zu müssen, wegen der Schmierung.
"große Herausforderung":
es gibt schon viele Hobbymotorenbauer; mit heutiger Technik gut zu bewältigen;
"käufliche umbauen":
bei meinem Konzept leider kaum möglich, oder aber: da habe ich nichts passendes bisher finden können;
@Helmut: "warum nicht 40ccm Chinamotor oder mit Schiebersteuerung":
hatte schon Schiebersteuerungen bei Rennmaschinen in den 60er/70er Jahren, aber leider zu Störungsanfällig, also nichts für BHKW´s. Denn: mit einem guten, größeren BHKW würde ich gerne anfangen.
@Rubberduck: "guter alter 100ccm F&S":
Da hast Du vollkommen Recht. Umbau lohnt nicht.
"Drehbank-Angebot": meinen herzlichen Dank, aber ich bin noch bei Berechnungen und Zeichnungen, also weiß ich noch nicht, was an Werkzeugen erforderlich sein wird, aber ich darf es vormerken?
"Parallel-Läufer": gab es beispielsweise von Puch (viel auch im Militäreinsatz), aber ... die Spülung u. thermischen Probleme wurden nie richtig gelöst.
"keine Elektronik": tja, auch meine Meinung: aber eine Tyristorsteuerung vermeidet Wartung.
Resümee: Mischung aus OPOC + Einfachheit von Stelzer lässt sich gut kombinieren. Habe da einen Weg gefunden, welcher sich aufzwängt, dass es mich wundert, darüber noch keine Patentanmeldung gefunden zu haben. Wobei: ich habe mich viel in Motoradmuseen umgesehen, und wirklich neues gibt es nicht (manche melden beim Patentamt Sachen an, welche schon uralt sind!). Auch meine Idee ist aus den 40er Jahren. Damals war aber das Material und die Fertigungsmöglichkeit schlechter.
Ich mache hier mal Schluß. Wir sollen ja keine Romane schreiben  ::)
Danke an ALLE für die Resonanz.
„Alle sagten, es sei unmöglich; da kam einer,
der wusste von nichts und tat es einfach."

capone

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#6
27. Juli 2011, 17:58:57
Hallo Karlo,
biete Bearbeitung jeder Art an. Habe selber nen Formenbau mit CAD-CAM Umgebung und alle Maschinen die man braucht. Bin selbst an der Direkteinspritzung von Wasser dran.
LG Micha

Zitat von: Karlo, 26. Juli 2011, 03:13:07
Hallo werte Forenmitglieder, erst einmal ein Bravo für dieses gute Forum.
Mich interessiert besonders die Sparte Motor für Strom + Wärmeerzeugung. Die am Markt befindlichen Motoren können ja wohl auch andere Forenmitglieder nicht wirklich begeistern. In der Richtung Stelzer-Motor, aber weiter entwickelt (wegen der bekannten Probleme mit der Steuerung, wie Anlasser etc.) habe ich mir dazu etwas einfallen lassen (schon ca. 1970 rum).     Nun meine Frage: Wer hat Drehbank etc. für einen Motorenbau? Oder aber: hat schon jemand in dieser Richtung (wie oben beschrieben: Boxer-2-Takter -[also nicht den 180°-Stelzer]) gesehen, gebaut oder gerade in Arbeit? Hatte leider gerade meine Werk-Ausrüstung entsorgt als die AKW-Still-legung kam. Somit wieder interessant. Danke für Antworten im Voraus.

Karlo

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#7
28. Juli 2011, 03:38:21
Hallo Motor-Interessierte, ich möchte mal Details näher erläutern:
wie ich bereits ausführte, geht es um einen Motor, welcher NICHTS übel nimmt, egal was reinkommt und auch wie lange er laufen soll; anders gesagt: ohne Ventil-Steuerungskram, also eine Mischung zwischen Napier-Deltic, wegen der gegenläufigen Kolben im 2-Takt-Verfahren und die Einfachheit/Idee des Stufenkolbens vom Stelzermotor, aber dabei keine Rüttelmaschine, sondern mit total ausgeglichenen Massen.
Diese Aufgabe ist auf dem Papier gelöst und stellt schon jetzt eine Sensation dar, weil es diese Lösung so noch nicht gab und auch der OPOC-Motor nach Prof. Peter Hofbauer dagegen nur kalter Kaffee ist.
Nun: warum?
Zum OPOC: offene Zugpleuel mit unterschiedlichen Kolben-Gewichten auf jeweils einer gemeinsamen Kurbelwelle, welche auch zur Hälfte noch wieder im Gehäuse arbeitet: also 4 Kolben nicht nebeneinander, sondern in einer Linie. So ein Motoren ließ sich Ferdinand Kindermann bereits 1877 patentieren. Passt also gut zu einer Dampflokomotive, und zwar nicht nur vom Aussehen her. Außerdem gibt es keine Symetrie und separat abgeschlossene Vorverdichtung.
Zum Stelzermotor: die gute Idee: der Stufenkolben zur Steuerung. Den Rest kann man sich schenken. Diese Idee hatte ich aber auch schon und jetzt wieder aufgegriffen, ohne die Nachteile von Stelzer zu übernehmen.
Zum Napir-Detic-Motor: diesen könnte man wunderbar für HHO-Einsatz übernehmen, aber man benötigt den Sternaufbau mit 3 Kurbelgehäusen und 6 Kolben. Außerdem ist der NDM auf zusätzliche Vorverdichter angewiesen.
Genau da habe ich angesetzt:
Der (wie sollen wir ihn nennen: B2TG=Boxer-2Tak-Gegenkolben?) "neue" hat 4 Kolben, keine Ventile, benötigt keine Vorkomprimierung und hat zu jeder Zeit Massenausgleich. Das bedeutet:
- unerhört ruhiger Lauf
- 2 baugleiche Zylinder u. 4 Kolben
- 2 unproblematische, geschlossene Kurbelgehäuse
- 100% Füllung wie beim 4-Takter
- kommt auch mit Implosionen zurecht
- Wirkungsgrad entspricht Stelzer-Motor
Nun, warum dann 2 Zylinder: genau darin liegt die Idee begründet. Aber dazu später mal mehr. Eigentlich müsste es jetzt zu erraten sein u. Hr. Prof. Hofbauer darf ruhig rot werden  ;D
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Karlo

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#9
28. Juli 2011, 11:24:47
Danke für den Link, demanef
Endschuldigung dass ich den Golle-Motor vergessen habe zu erwähnen. Also laut Wikipedia ist die Produktion eingestellt worden. Eigentlich Schade, denn der ANSATZ war gut. Die Jungs haben leider, leider, aber nicht weiter gedacht. Es ist nicht der Motor, welchen ich hier vorstellen möchte.
Wo ist also der Unterschied zum Golle?
Ja, ja, schon gut, meiner ist nur auf dem Papier, bzw. im Kopf, da ich kein Papier für Konstruktionen benötige. ::)
Also, beim Golle-Motor wurde nichts gemacht für die geschlossene Vorkomprimierung und den (jetzt verrate ich was) beschleunigten Exhaust. Nachladung durch Gasschwingung (Ducati-Patent aus den 60ern) klappt ja nur immer in einem Frequenzbereich ansonsten. Bei einem HHO-Motor ist das außerdem viel zu gefährlich! Also, was macht Golle weiter? Leben die noch? So viel ich weiß ist die Produktion eingestell.
Ach ja: den B2TG kann man auch ziemlich simpel aus bestehenden Motoren durch Umbau auf die Beine bekommen. Ich möchte also garnicht erst "neu bauen", sondern suche zur Zeit geeignete Motoren zwecks Umbau. Einziges Prob: die Kolben. Die gibt es so nicht. Mal mit Mahle sprechen. War mal in dem Konzern. Also: bis auf weiteres gutes Schaffen.
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Karlo

*
28. Juli 2011, 11:32:00 Letzte Bearbeitung: 28. Juli 2011, 11:33:45 von Karlo
Noch eine kleine Anmerkung zu den Gegenkolben-Motoren, wie Prinzip Golle:
die Öffnung für den Einlaßkanal erreichen die alle über eine Versetzung der Kurbelwelle gegenüber der Drehung für den Auslaßkanal. Dadurch laufen die unruhig. Das muß nicht sein, wenn man es halt anders löst. Vielleicht bekamen die das auch nicht in den Griff. Ist eben ein Konstruktionsfehler, wie auch beim OPOC.
Wenn man den Link zum Golle-Motor betrachtet, so erkennt man die andere Stellung auf der rechten Seite.
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Karlo

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#11
28. Juli 2011, 12:19:22
Zum Golle-Motor noch mal einen Link, denn das Unternehmen entwickelt ja weiter, wie man sieht: http://www.gollemotor.de/motorenbau/neues-motorenkonzept
aber dann bitte ganz nach unten skrollen, für den letzten Stand der Golle-Technik. Die haben also bemerkt: so geht es nicht. Ergebnis: Kreuzkopf-Kolben. Man bekommt vorgeführt, aus wie vielen Teilen sich jetzt der Motor aufbaut. Also benutzt man wieder den Kolben und nicht die Zylinder-Anordnung für die Spülung.
Meine Anmerkung dazu: viele Teile = teuer und anfällig, außerdem: man versucht mit vielen Teilen IMMER eine Abhilfe für ein falsches Grundkonzept zu schaffen.
Ich frage mich da: warum denken manche so kompliziert? Außerdem: der trocken laufende Kreuzkopf stellt nicht nur ein Gewichtsproblem, sondern auch ein Material/Hitzeproblem dar. Kurz und gut: es geht einfacher.
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demanef

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#12
28. Juli 2011, 12:33:15
hat alles interessante Ansätze,sollte es zu einem
"Motor projekt mit HHO" Kommen ,spendiere ich einen
angepassten Arrestor. ;)

Gruss demanef

Karlo

*
#13
28. Juli 2011, 12:42:37
Hi demanef,
werde darauf zurückkommen. Danke  :-*
Ich hätte hier schon die Zeichnung rein gestellt, wenn es nicht ein Problem gäbe: das Militär wartet nur auf so einer Lösung. Und die Jungs mag ich nun mal überhaupt nicht. >:(
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plus

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#14
28. Juli 2011, 14:05:02
Zitat von: Karlo, 28. Juli 2011, 11:32:00
...Vielleicht bekamen die das auch nicht in den Griff. Ist eben ein Konstruktionsfehler, wie auch beim OPOC.
Wenn man den Link zum Golle-Motor betrachtet, so erkennt man die andere Stellung auf der rechten Seite.


Hallo Karlo

Der Versatz muss sein, andernfalls kann bei einer bestimmten Stellung der Kolben kein Hub stattfinden.
Folge: Kapitaler Motorschaden.

Gruss Thorsten
Der Urquell aller technischen Errungenschaften ist die göttliche Neugier und der Spieltrieb des bastelnden und grübelnden Forschers und nicht minder die konstruktive Phantasie des technischen Erfinders. Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst.
Albert Einstein