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Selbstlaufende Unterdruckpumpe von Djérassem aus dem Tschad

Erstellt von Andy, 05. August 2011, 10:34:59

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hartiberlin

*
13. August 2011, 09:28:58 Letzte Bearbeitung: 13. August 2011, 09:33:14 von hartiberlin
Hmm,
also ich glaube jetzt auch,
dass die Pumpe NICHT funktioniert.

Guckt Euch nochmal bitte diese 2 neuen Bilder an.

Das ganze ist doch eher ein Siphon und der Unterdruck oben
kann maximal das Wasser 10 Meter hochheben ( Oder eher
der äussere Luftdruck von 1 Bar drückt das so hoch maximal)

Da aber das rechte Ausflußrohr unten eine Öffnung hat und kürzer in
der Wassersäulenlänge(Höhe) ist, wird unweigerlich durch den oberen Unterdruck Luft
dort reingezogen und dann baut sich der Unterdruck oben ab...und dann geht nichts mehr..

Auch die Grösse (Durchmesser) des Ausflußrohres und der Öffnungsdurchmesser unten
sind wegen dem Hydrostatischen Paradoxon egal.
Es spielt alleine nur die Höhe eine Rolle und
da ist leider die linke Seite immer höher, so dass auf der Rechten Seite das Wasser
durch den Syphon Effekt nicht rauslaufen kann, sondern da wird Luft reingesaugt
und wenn die oben angekommen ist, dann fällt da rechts zwar Wasser raus, aber
der Unterdruck wird dann auch immer mehr abgebaut, so
dass auch links das Wasser wieder fällt im linken Rohr und damit funktioniert
die Pumpe nicht mehr.....

Gruss, Stefan.

hartiberlin

*
#46
14. August 2011, 05:39:24
Hmm,
ich bin doch immer noch am Überlegen,
ob nicht doch durch die Luft-Einlagerungen in den Kammern
das System doch funktionieren könnte unter den richtigen
Bedingungen....

Ein Halbkreis-Siphon Schlauch, der in dem linken Bein ( linker Viertel-Kreis)
Luftstellen drinnen hat könnte alle Flüssigkeit doch im rechten Bein rauslassen,
wenn die rechte Wassersäule insgesamt länger ist als die
SUMME ALLER LINKEN WASSERSÄULEN ! ?

Wenn genügend Luft dazwischen ist, dann sind die linken Wassersäulen
kleiner als die rechte Ablass-Wassersäule...

dann könnte es eventuell gehen... oder ?

Luft is ja komprimierbar...Wasser eben nicht...
Also ein Siphon Rohr mit Luftstellen in einigen Abschnitten
sollte sich anders verhalten, als ein Siphon Rohr nur mit Wasser drinnen...
Da kann die Luft dazwischen komprimiert oder expandiert werden,
so dass sich die Luft-Zwischenräume verkleinern oder vergrössern !

Ich kann ja nochmal ne Zeichnung morgen machen, wie
ich es genau meine....


Gruss, Stefan.

Laborator

*
#47
14. August 2011, 17:43:54
Hallo Stefan

Eine 10m Wassersäule am Stück und das mit einem Segment im Steigrohr hoch zu befördern, das geht nicht! Da gleichen sich die Druckverhältnisse sowohl am Steigrohr als auch am Fallrohr aus.

Als Gedankenstütze:
10m Wassersäule am Stück das ist bewegtes Wasser! Daher müssen viele Segmente rein mit Luftkammern dazwischen und dann haben wir viele Bereiche mit ruhendem Wasser und dann sieht die Sache ganz anders aus!
Warum schwirrt bei dir immer die magische Grenze von 10 m im Kopf?  Ist es weil 10 m Wassersäule = 1bar sind? Ok, das stimmt!
Aber, wenn man jetzt den  Luftdruck von 1 bar über x beliebige Kammern mit abfallender Tendenz linear verteilt oder vielmehr verdünnt, dann könnte man theoretisch die Druckverteilung bis in die Ionosphäre fortsetzen, weil selbst dort keine 0,0000000001 bar herrschen! Also es kommt auf die Verdünnung der Luft in den einzelnen Kammern an.
Wie du richtig erkannt hast, ist hauptsächlich nur entscheidend, dass die Wassersäule im Steigrohr gestückelt wird. Und das erreicht man nur mit Luftkammern. Und damit unterschiedlicher Luftruck jetzt aufgebaut werden kann, muss die Summe allen Wassers auf der Seite vom Fallrohr größer sein.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Djérassem  sich so viel Mühe gibt und sogar auf eine Messe seine Erfindung präsentier, nur um uns alle zu ver.....en. Nee, nee, da ist was Wahres dran! Wenn er Sponsoren sucht, dann muss er die erst recht überzeugen, sonst fließt da kein Cent!
Hat jemand auf der Messe die Pumpe in Aktion gesehen. Laut Herr Schneider, war der zur Zeit der Besichtigung außer Betrieb.
Kann wirklich daran gelegen haben, das da was undicht geworden ist. Wenn ich die Fotos ansehe, sind da viel Plastik und uneinheitliche Segmente verbaut. Außerdem ist die Brühe rostbraun, deutet darauf hin dass irgendwelche metallische Teile da vor sich herrosten. Sieht so aus, dass der Junge alles, was er finden konnte, genommen hat, nur um eine halbwegs funktionierende Pumpe vorzuführen.

Was die Funktion betrifft, bin ich dennoch optimistisch eingestellt!

Beste Grüße
Laborator

janbuk

*
#48
03. Juni 2015, 22:30:11
Hallo!
das Thread ist zwar älter aber bin erst jetzt hier ins Forum eingestiegen.
Ich möchte nur kurz etwas über meine Eigene Erfahrung und Überlegungen sagen.
Ich habe nähmlich diese Vorrichtung nachgebaut wennigstens die paar Module und musste feststellen, dass es so nicht funktioniert.
In dem Artikel zu diesem Thema steht auch, dass der Erfinder es nicht auf der Messe vorführen konnte.
Ich glaube er wollte sein Geheimniss nicht preisgeben.
Daher habe ich mir selber Gedanken dazu gemacht und jetzt bin mir sicher, dass es nur dann laufen kann- wenn überhaupt- wenn die einzelne Segmente voneinander mit Ventilen getrennt werden.
Man müsste sehr viel rumprobierren um festzustellen ob einfache Einweg-Ventile reichen würden oder komplett verschliesbare Ventile die nach der bestimmten Reihenfolge auf und zu gehen. Das würde wiederum eine komplizierte Steuerung verlangen. Ich glaube aber, dass es auch einfacher gehen muss.
Übrigens- diese Art von Pupmensystem haben schon die antiken Griechen  auf Kreta realisiert und die hatten bestimmt keine komplizierte Steuerung. Es muss also einen einfach Trick geben um Steuerung wegen.

Ich bediene mich einer Skizze aus früheren Postings in diesem Thread wo die Segmente von oben nach unten durchnumeriert sind:
(kann selber leider keine Grafik einfügen) siehe Posting #17.

Ich denke - wenn aus dem Abfluss eine Portion Wasser austritt und  kein Luft eingesaugt wird (sehr wichtig! daher ein sehr schmales Rohr mit hohe Strömung ) - dann ensteht in dem  Segment 1 ein gewisser Unterdruck - genau wie wenn man aus einer Flasche Wasser ausschütett und dabei die Flasche total Vertikal hält.
Wenn die Flasche aus weichen Kunsstoff ist dann gibt sie sofort dem Unterdruck nach und verformt sich. Das gleiche passiert- übrigens- auch mit unserem Herz!!

In nächsten Schritt muss ein Ventil die Austrittrohr von Segment 1 trennen. Der Unterdruck im Segment 1 bleibt damit isoliert vom Rest.
Jetzt muss sich ein Ventil zwischen Segment 1 und Segment 2 öffnen. Der Unterdruck fällt um die Hälfte, weil es sich auf zwei gleich große Segmente verteilt hat.
Dann schliessen alle Ventile und das Ventil zwischen Segment 2 und Segment 3 geht auf.
Der Unterdruck von Segment 2 verteilt wieder sich auf die  jetzt zwei verbundene Segmente und fällt wiederum um die Hälfte.
Auf diese weise wird der Unterdruck immer weiter gereicht bis nach unten und dabei wird er immer halbiert. Es ist  wie eine Welle die von oben nach unten reicht.
Das ist nur ein einzelner Impuls gewesen und natürlich reicht es bei weitem nicht aus um das Wasser nur ein bisschen hochzuheben.
Dann komm aber der nächste Impuls in dem am Austrittrohr das Ventil sich öffnet und nächste Portion Wasser rauskommt und wieder ein bisschen Unterdruck produziert. Der Unterdruck wird auf diese Weise immer weiter dazu addiert bis es gross genug ist um das Wasser Stückchenweise - genau wie das Herz es macht - nach oben zu saugen! Es wird gesuagt nicht gedrückt.
Ich hoffe dass ich es verständlicherweise erklärt habe. Bitte dazu die Zeichnung aus  Posting #17 zu betrachten.
Ich bin überzeugt, dass es so 100 % funktioniern wird. Nur die richtige Ansteuerung der Ventile müsste gelöst werden.
Gruß
janbuk

Kernspalter

*
#49
07. Juni 2015, 11:51:18
Die selbstlaufende Unterdruckpumpe ist Unfug.
Wenn denn, dann so.

Vorteile:
Die Pumpe kann alles hochsaugen.
Kein bzw. geringer Verschleiß an der Vakuumpumpe.

Gruß,
Jens
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