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Geheimnisse des Lebens - Klaus Welscher

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Autor Thema: Der elektrostatische Rotor nach Turtur  (Gelesen 3181 mal)

Offline wanninger

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Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« am: 26. Oktober 2011, 19:27:25 Nachmittag »
Hallo Zusammen,

nachdem in den Berechnung des "Raumenergie-Konverters" dann doch ein paar Fehler drin waren, die dazu - nach meiner Ansicht - führen, dass kein OU-Effekt zu beobachten sein wird, habe ich mich jetzt mal mit dem elektrostatischen Rotor beschäftigt. Im folgenden beziehe ich mich auf den Artikel "Wandlung von Vakuumenergie elektromagnetischer Nullpunktoszillationen in klassische mechanische Energie", Heft 13/2009 Wismarer Diskussionspapiere.

Zunächst mal habe ich lange überlegt, ob ich das hier überhaupt posten soll, ich will schließlich nicht in den Verdacht kommen, eine Art Feldzug gegen Herrn Turtur durchzuführen. Aber wer meine ersten Posts gelesen hat, weiß, dass das ganz und gar nicht der Fall ist. Es haben sich aber in seinen Abhandlungen Fehler gehäuft und ich finde es richtig, darauf hinzuweisen. Genau das gleiche ist auch beim Elektrostatischen Rotor der Fall und ich finde schon, dass ich mein Ergebnis hier posten sollte. Ich weiß, der Rotor hat sich gedreht, und ich habe auch keine Ahnung, warum. Was ich aber weiß, ist, dass die Drehung nicht durch den von Herrn Turtur postulierten Effekt ausgelöst worden sein kann.

Was er macht, ist folgendes:

1. Er berechnet die Kraft durch eine Punktladung auf eine Fläche (Rotorblatt) mit Hilfe der "Spiegelladung"
2. Er zeigt, dass diese Kraft eine Komponente sowohl in z als auch in y-Richtung hat. Die Beiträge der Y-Richtung sorgen für die Rotation, die Beiträge zur Z-Richtung werden durch die Lagerung abgefangen.
3. Er berechnet das Verhältnis der Flussdichte durch die Rotorfläche zu derjenigen, die durch die Spiegelladung repräsentiert wird.
4. Aus diesem Verhältnis wird der Betrag der Kraft berechnet, die den Rotor zum rotieren bringt.

Der Rest ist dann Technik: Wie hoch muss die Spannung sein, wie wenig Reibung muss die Lagerung haben, etc.....
Um zu zeigen, wo der Fehler liegt, werde ich das jetzt mal nach diesem Schema nachverfolgen:

Zu 1.
Die Methode der Spiegelladung ist ein Konstrukt, mit dem es möglich ist, die Ladungsverteilung (und Kraft) einer Punktladung, die vor einer leitenden Fläche steht, zu berechnen. Für diese Fläche gibt es jedoch eine wichtige Einschränkung: Die Ausdehnung dieser Fläche muss unendlich groß sein, das steht auch so bei Herrn Turtur:

"Was dabei mit der Methode der Spiegelladung berechnet wurde, ist nämlich die Kraft F einer Punktladung q, die diese auf eine unendlich ausgedehnte leitende Fläche ausübt, die die gesamte Ebene z:=z(x,y)=-y erfüllt."

In der Realität gibt es solche Flächen nicht, deshalb hat man in der physikalischen Welt sich immer Gedanken darüber machen, wie denn eigentlich diese Fläche beschaffen sein muss, um für einen konkreten Fall eine genügend gute Näherung darzustellen. Dazu komme ich dann später.

Zu 2.
Also gegeben ist eine Ladung, die am Punkt x=0,y=0 und Z=5cm angeordnet ist. Dann werde ich eine Spiegelladung am Ort x=0, y=5cm und z=0 anbringen. Hierdurch habe ich die Spiegelfläche (= Rotorfläche) so gelegt, dass diese die X-Achse schneidet und im Winkel von 45 Grad zwischen der Y-und Z-Achse verläuft. Soweit gehe ich noch konform mit Herrn Turtur.
In dem ersten Bild unten habe ich mal die geometrischen Verhältnisse dargestellt. In der Abbildung "Unendliche Fläche" ist das Rechteck die (leider nicht unendlich ausgedehnte) Spiegelfläche, der rote und der grüne Punkt sind die Ladungen sowie Spiegelladung und mit den roten Pfeilen kennzeichne ich für einige Flächenelemente die darauf wirkende Kraft, sowie die Richtung. Da alles rotationssymmetisch ist, vereinigen sich die Kraftpfeile zu einer resultierenden Kraft, die genau auf der Verbindungslinie Ladung - Spiegelladung angreift (das ist der längste rote Pfeil in der Mitte). Diese Kraft hat sowohl eine Komponente in z-Richtung, als auch in  y-Richtung, wie ebenfalls von Herrn Turtur berechnet.
Zu den Kraftkomponenten:
Beide Kraftkomponenten (Y und Z) sorgen dafür, dass die gesamte Platte in Richtung der Kugelladung gezogen wird, mit dem Ziel, den Abstand zwischen diesen beiden zu verringern. Das ist das Modell der Spiegelladung und jedes echte Modell hat sich daran zu messen, wie gut es mit diesem Modell übereinstimmt.

Worüber man als Näherung reden könnte:
Siehe im ersten Bild, Abb. "Zwei Ohren". Hier ist die echte unendliche Platte ersetzt worden durch zwei "Ohrenplatten", die links und rechts von der Verbindungslinie Ladung und Spiegelladung angebracht sind. In dieser realistischen Näherung stimmt in jedem Fall noch der Aufpunkt und die Richtung des resultierenden Kraftpeiles, da dieses Modell ja immerhin noch spieglsymmetrisch ist, der Betrag der Kraft wird so sicher nicht mehr stimmen. Das sollte man wissen, wenn so eine echte Geometrie verwendet wird. Die effektive Kraft sorgt aber immer noch dafür, dass diese beiden "Ohren" als Ganzes zur Ladung hin gezogen werden.

In der Abb. "Ein Ohr" hingegen habe ich die Symmetrie zerstört, so dass keine Kraftpfeile mehr vom linken "Ohr" zur Verfügung stehen. Jetzt ist es so, dass es tatsächlich eine Komponente in Z-Richtung gibt und eine Rotationskomponente, wie von Herrn Turtur gefordert.

Das ist aber nicht richtig. Bei der Methode der Spiegelladung nutzt man explizit die Symmetrien aus, die durch so etwas aber gebrochen wird. Es ist richtig, dass es Beiträge zum Kraftpfeil gibt, die nur aus z.B. der linken Seite der Platte stammen, aufgrund der Symmetrie gibt es dann aber auch immer einen gleich großen Beitrag von der rechten Seite, der in die gleiche Richtung zeigt ->  es gibt keine Rotationskomponente, sondern nur eine Translationskomponente, die die Flächennormale der Platte in Richtung Kugelladung ziehen will (im Modell der Spiegelladung).

Zur Verdeutlichung hier noch einmal die falsche Aussagen in seiner Abhandlung:

"Das Entscheidende ist: Sowohl die Ladung q als auch das Rotorblatt erfahren jeweils eine Kraftkomponente in y-Richtung (mit positiver bzw. negativer Orientierung, wegen actio = reactio), und diese führt zu einer Rotation des Rotorblattes um die z-Achse, da sie eine tangentiale Komponente bzgl. der Bewegung des Rotorblattes um die z-Achse enthält."

Dies ist falsch, weil er zuvor die Kraft auf die Spiegelladung berechnet hat, also auf eine unendlich ausgedehnte, symmetrische Fläche. Hierdurch gibt es zwar eine Y-Komponente, die sorgt aber nicht für eine Rotation, sondern für die Anziehung der Platte an die Punktladung (genau so wie die z-Komponente). Eine Übertragung auf einen unsymmetrischen Flügel ist in diesem Modell nicht möglich.

Weiterhin schreibt er, dass er eine Optimierung vornimmt hinsichtlich des Drehmomentes, und dass er deshalb einen eigenes Programm zur Berechnung dieses Drehmomentes geschrieben hat:

"Der selbst entwickelte Algorithmus basiert auf der Anwendung der Spiegelladungsmethode und des Coulombgesetzes nach Abschnitt 4.1."

Was er aber gar nicht verwenden darf für die unsymmetrische Geometrie

Er schreibt weiterhin:
"Gasmoleküle der Luft werden in den Regionen der größten Feldstärken ionisiert, die aufgrund der Spitzenladungseffekte an den Oberkanten der Rotorblätter vorliegen"
Hier spricht er deutlich aus, dass die realen Kräfte auf Rotorblätter nicht durch eine Spiegelladung berechnet werden können, weil es Spitzenladungseffekte an einer Oberkante im Falle einer Spiegelladung überhaupt nicht gibt (es gibt dort ja schließlich auch keine Oberkante, sondern nur Flächen)

Wie muss man das aber richtig machen? Man muss das "Randwertproblem" lösen, d.h. man nimmt sich eine konkrete Geometrie vor, berechnet die Verschiebeströme durch eine Punktladung und konstruiert daraus das elektrische Feld sowie die Kraftwirkung. Auch das hat er anscheinend gemacht.

Hierzu hat er das kommerzielle ANSYS Programm verwendet, und sieht sich in guter Übereinstimmung.

Ich habe das selbst mal nachvollzogen mit der Freeware "DS Influenz" (unter  http://board.snon.de/thread-114.htm) und muss sagen, dass das auf den ersten Blick tatsächlich so aussieht. Das Ergebnis einer Beispielberechnung ist unten in Bild 2 als Schnitt durch ein Rotorblatt abgebildet. Die Linien sind die Pfeile des elektrostatischen Feldes und es sieht tatsächlich so aus, als wenn es eine Y-Komponente geben könnte. Das ist aber eine völlige Fehlinterpretation.

Ich habe zur Veranschaulichung eine weitere Abbildung beigefügt, um zu erklären, warum das nicht geht.

erstes Bild:
Ich habe die Kraftpfeile mal durch ein Seil ersetzt und über eine Ablenkrolle zur "geladenen" Kugel geführt, auf der jemand steht und an diesem Seil zieht. Damit will ich die gebogenen Kraftpfeile der Influenz simulieren. Die Kraft durch das Seil auf das Rotorblatt hat jetzt (genau wie das elektrische Analogon) eine Z-Komponente und eine Y-Komponente. Was passiert jetzt, wenn an dem Seil gezogen wird???

Da gibt es zwei Möglichkeiten:
zweites Bild:
Wenn die Umlenkrolle fest mit dem unteren Rotor verbunden ist, wird gar nichts passieren, keine Rotation, nix, rien, nada, ich glaube, dass kann jeder nachvollziehen.

drittes Bild:
Wenn die Umlenkrolle fest mit der Kugelladung verbunden ist, gelingt es doch tatsächlich, den Rotor zum drehen zu bringen, aber nur soweit, wie das Seil verkürzt werden kann. Wenn der Rotor unter der Umlenkrolle steht, wird auch dort auch keine weitere Rotation mehr möglich sein.

Welches Bild stimmt denn jetzt mit den elektrischen Feldlinien überein? Kann man sich einfach überlegen. Im dritten Bild sollten sich die Feldlinien verkürzen können und nachdem der Rotor wieder in Ruhe ist, diese senkrecht nach oben zeigen (analog zum Pfeil), im zweiten Bild ändert sich einfach gar nichts, auch, wenn der Rotor gedreht wird, sehen die Feldlinien danach immer noch gleich aus.

Was den Rotor letztlich zum drehen bringt, weiß ich nicht, Aber eine Kraftkomponente für die Rotation durch das elektrostatische Feld gibt es hier jedenfalls nicht. Ich denke schon, dass es interessant wäre, zu ermitteln, warum sich der Rotor dreht, aber ein "Beweis" der Raumenergie aufgrund der Rotation kann ich nicht erkennen. Man muss bedenken, dass die Basis seines Modells definitiv nicht stimmen kann, damit sind auch alle Berechnungen und Vorhersagen dieses Modells hinfällig. Insofern ist die "gute" Übereinstimmung der experimentellen Daten mit seinen Berechnungen für mich das größte Wunder.

Ich denke, damit werde ich meine eigenen Untersuchungen zu diesen Themen stoppen (leider). Da ich aber neugierig bin, werde ich versuchen, mich auch dem laufenden zu halten, und wenn sich etwas ergeben sollte, werde ich das hier veröffentlichen.

Gruß Rudi

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Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« am: 26. Oktober 2011, 19:27:25 Nachmittag »
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Offline haithar

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Antw:Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #1 am: 26. Oktober 2011, 21:02:34 Nachmittag »
Danke für den Post. Werde ihn morgen in einer freien Minute mal durchlesen und meine Meinung posten :)

Hab es grad gelesen und kann aber auf die schnelle das Ganze nicht beurteilen, da Spiegelladung schon länger her ist und man das ganze wie du mit numerischer Feldberechnung mal überprüfen muss. Da es sich aber auf den ersten Blick schlüssig anhört schon mal ein schlechtes Zeichen für dieses Gedankenexperiment von Herrn Turtur.
« Letzte Änderung: 26. Oktober 2011, 22:59:01 Nachmittag von haithar »

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Antw:Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #1 am: 26. Oktober 2011, 21:02:34 Nachmittag »

Offline Grafi

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Antw:Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #2 am: 26. Oktober 2011, 22:36:38 Nachmittag »
Nach meiner Meinung hat das weder Hand noch Fuß, Tur... kann auch
keine Beweise oder Berechnungen liefern.
Die Schneiders brauchen Kohle, da Brady im Knast sitzt soll nun Tur...
dafür sorgen daß Geld gescheffelt wird.
Deshalb gehen sie ständig mit Tur... auf Tour!

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Antw:Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #2 am: 26. Oktober 2011, 22:36:38 Nachmittag »
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Offline wanninger

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Antw:Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #3 am: 28. Oktober 2011, 08:14:42 Vormittag »
...da Spiegelladung schon länger her ist und man das ganze wie du mit numerischer Feldberechnung mal überprüfen muss...

Investier da mal nicht zu viel Zeit rein. eigentlich ist es nebensächlich, ob man die Spiegelladung verwenden kann oder nicht. Die Existenz der Y-Komponente gestehe ich ja zu, nur bin ich mit dem Weg dahin nicht einverstanden.
Viel wichtiger finde ich die Kraftpfeile im dritten Bild. Vielleicht ist das im anderen Post nicht ganz deutlich rübergekommen, aber die echten Verhältnisse werden durch die Abbildung in der Mitte repräsentiert, da sich das Feldlinienbild bei der Rotation des Rotors nicht ändert (also die Umlenkrolle am Rotor fest angebracht ist).  Daran sollte deutlich werden, dass nicht überall, wo eine Kraft wirkt, deshalb auch eine Bewegung zustande kommen kann.
Eigentlich wollte ich das noch einprägsamere Beispiel nicht bringen, aber jetzt mache ich es doch: Manche werden wohl die Lokomotive "Emma" von Lukas, dem Lokomotivführer kennen. Die Lokomotive wird in einem Kapitel durch einen Magneten angetrieben, der vor die Lokomotive gehängt wurde. Auch in diesem Fall gibt es einen Kraft auf die Lokomotive in Fahrtrichtung, deshalb wird sie aber trotzdem nicht von selbst fahren.

Gruß Rudi

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Antw:Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #3 am: 28. Oktober 2011, 08:14:42 Vormittag »

Offline Jens007

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #4 am: 13. Februar 2012, 19:33:49 Nachmittag »
Hallo Rudi, Alias wanninger,

zunächst einmal ein Kompliment an Deine zahlreichen Beiträge – sie gehören zum Besten, was ich zum Postulat von Prof. Turtur finden konnte. Aufgrund der Brisanz des Postulates, haben diese eine  unschätzbare Bedeutung.
Dennoch: ich würde mir wünschen, dass die von Dir aufgeführten Punkte eingehender diskutiert werden! Bei Deinem theoretischen Grundwissen ist es jedoch nicht einfach, die Diskussion zu bereichern bzw. Deine Argumente zu hinterfragen. Ich will es dennoch versuchen:

Zunächst will ich auf folgendes Hinweisen:
-   dass sich der Rotor dreht, ist wohl zweifelsfrei bewiesen
-   dass die Energie, die zur Bewegung des Rotors erforderlich ist, deutlich die Verlustenergie des statischen Feldes übersteigt, ist meiner Auffassung nach ebenfalls hinreichend bewiesen

Als Folge lässt sich zunächst daraus schließen, dass mindestens dieses bewiesene (überschüssige) Energie-Delta einen bisher unbekannten Ursprung hat. Mit anderen Worten: es wird weniger Energie investiert, als gewonnen (input < output) !
Solange nicht geklärt ist woher dieses Energie-Delta kommt, halte ich es für fatal, die Sache beiseite zu legen ! Immerhin handelt es sich um einen Effekt, dessen Verständnis dieses Universum gänzlich umkrempeln könnte. Ohne zu übertreiben: man stelle sich vor, Energie überall in unerschöpflicher Menge nutzen zu können...

Zu Deinen (konstruktiven) Einwänden:
Bzgl. der Spiegelladungsmethode kann ich Deinen Argumenten nicht folgen. Meinem Verständnis nach erklärt diese den Effekt korrekt.
-   Die Annahme einer unendlich großen Fläche hat den Hintergrund der Grenzwertbetrachtung. Eine endlich große Fläche kann damit nach meiner Auffassung mit einer guten Näherung berechnet werden.
-   Die Ladung wirkt nicht nur an einem Punkt über der Fläche (hier über dem Rotor), sondern an unendlich vielen gespiegelten Punkten über der Fläche (über dem Rotor). Die resultierende Kraft wirkt daher mit einer hinreichend guten Näherung zur Flächennormalen der Ladungsfläche. Die bildliche Vorstellung eines Staubsaugers, bei dem ein homogener Luftstrom vorhanden ist, erscheint mir daher ebenfalls korrekt.

Zu den Spitzenladungseffekten:
die Kräfte wirken nicht nur an den Oberkanten, sondern auch an den Unterkanten. Sicher sind sie an der Unterkante etwas geringer und können der Drehbewegung somit geringfügig entgegenwirken. Aufgrund der Materialdicke (Alufolie), sollten sie (und sind es wohl) dennoch wesentlich geringer, als die resultierende der Bewegung. Dies zeigt sich zudem beim Versuch im leichten Vakuum, bei dem auch die hier aufgetretene Ionisierung der Luft, die Drehbewegung sogar förderte.
Zu den Kraftpfeilen, die Du durch ein Seil und eine Umlenkrolle ersetzt hast folgendes:
Eine solche Umlenkrolle gibt es meiner Auffassung nach ebenfalls nicht. Die Kräfte bei der Spiegelladung haben ihren Ursprung doch in der unterschiedlichen Propagationsgeschwindigkeit des Feldes vor und hinter der Abschirmung (Rotor).

Wie auch immer: Für mich stehen die folgenden (unbeantworteten) Fragen im Vordergrund:
-   Woher kommt die Drehbewegung?
-   Gibt es eine alternative Berechnung?
-   Wie lässt sich diese Energie nutzen?

Mein Vorschlag wäre es daher, einen alternativen Versuch zu überlegen um diesen Effekt zu demonstrieren bzw. zu erklären.
Prinzipiell müsste sich die Drehbewegung ja auch bei Verwendung von Dauermagneten einstellen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich aktuell zu weit von der Theorie entfernt bin, um die erforderlichen Magnete ins Verhältnis zur resultierenden Drehbewegung zu setzen.

Kann jemand helfen...?
Gruß, Jens

PS: Ein Zitat des Wissenschaftstheoretikers Klaus Fischer „Die wenigen Fälle, in denen sich die Wissenschaft in ihrem Urteil über einen 'Spinner' dramatisch irrt, wiegen unendlich schwer: Es sind die verpassten Sternstunden der Wissenschaft!“

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #4 am: 13. Februar 2012, 19:33:49 Nachmittag »
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Offline wanninger

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #5 am: 15. Februar 2012, 06:39:08 Vormittag »
Hallo Jens,

danke für den Post. Ich glaube auch nicht, dass das Thema schon zu Ende diskutiert ist. Ich hoffe auch, dass die Diskussion darüber anhält (am besten mit Herrn Turtur). Zu den einzelnen Punkten habe ich aber auch noch ein paar Kommentare:

sie gehören zum Besten, was ich zum Postulat von Prof. Turtur finden konnte.
Dankeschön

ich würde mir wünschen, dass die von Dir aufgeführten Punkte eingehender diskutiert werden!
Die Diskussion geht hier  http://www.energiederzukunft.org/forum/4-expertenforum/77-der-elektrostatische-rotor weiter. Allerdings warten wir da auch darauf, dass sich Herr Turtur zu diesen ganzen Themen mal äußert. Bisher hat er das noch nicht gemacht.

dass sich der Rotor dreht, ist wohl zweifelsfrei bewiesen
Ja

-   dass die Energie, die zur Bewegung des Rotors erforderlich ist, deutlich die Verlustenergie des statischen Feldes übersteigt, ist meiner Auffassung nach ebenfalls hinreichend bewiesen

Ich will nicht sagen, dass das nicht stimmt. Ich habe mich zu diesem Thema bisher nicht geäußert, weil große Behauptungen auch große Nachweise erfordern und das sehe ich zur Zeit noch nicht. Ich stimme Dir aber zu, dass es da etwas klärungswürdiges gibt, deshalb hatte ich ja auch angemerkt, dass ich es für sinnvoll halte, dies weiterhin zu untersuchen. Solche Untersuchungen gibt es aber anscheinend, mal sehen, was dabei rauskommt.

Die Annahme einer unendlich großen Fläche hat den Hintergrund der Grenzwertbetrachtung. Eine endlich große Fläche kann damit nach meiner Auffassung mit einer guten Näherung berechnet werden.
Stimme ich zu, allerdings sollte man in der Näherung nicht auf die Idee kommen, die Symmetrie zu zerstören. Die Spiegelladung setzt Symmetrie voraus. Wenn das nicht mehr erfüllt ist, kann man die Spiegelladung nicht verwenden.

Die Ladung wirkt nicht nur an einem Punkt über der Fläche (hier über dem Rotor), sondern an unendlich vielen gespiegelten Punkten über der Fläche (über dem Rotor). Die resultierende Kraft wirkt daher mit einer hinreichend guten Näherung zur Flächennormalen der Ladungsfläche.
Wenn ich das richtig verstanden habe, stimme ich zu. Deshalb hatte ich ja auch die Simulation als zweite Methode herangezogen (die mir dann aber keine absoluten Werte geben kann), die ebenso eine solche Kraftkomponente ergibt. Ich wollte darauf hinaus, dass die absolute Kraftangabe, ermittelt durch die Methode der Spiegelladung, mindestens zweifelhaft ist.

Eine solche Umlenkrolle gibt es meiner Auffassung nach ebenfalls nicht. Die Kräfte bei der Spiegelladung haben ihren Ursprung doch in der unterschiedlichen Propagationsgeschwindigkeit des Feldes vor und hinter der Abschirmung (Rotor).
Damit bin ich nicht einverstanden. In den Wismarer Diskussionpapieren schreibt er davon zwar einleitend, verwendet es aber im gesamten Kapitel 4 (dort wird der Rotor beschrieben) kein einziges Mal. Hingegen schreibt er :

"Ebenso auf der z-Achse, aber oberhalb des Rotors befindet sich eine Ladung  q , die ein elektrostatisches Feld erzeugt, welches Coulombkräfte auf die Rotorblätter ausübt, die den Rotor fortgesetzt antreiben, sofern im praktischen Aufbau die Reibung nicht größer ist, als die antreibende Kraft"

Da ist nur die Rede vom Coulomb-Potential. Und dieses Coulombpotential hat nun mal den Feldverlauf, wie er beschrieben ist, also gebogen. Du hast ja auch geschrieben:

"...guten Näherung zur Flächennormalen der Ladungsfläche..."

Das ist der Startpunkt der elektrischen Feldlinie, der Endpunkt liegt auf der Kugel bzw. der Scheibe darüber (je nachdem, welche Geometrie hier gewählt wird). Das führt automatisch zu gebogenen Feldlinien bzw. Kraftverläufen. Die Umlenkrolle dient dem Zweck, den Angriffspunkt der Kraft flächennormal auf das Rotorblatt zu bekommen (wie es in der Realität auch ist). Das eigentlich Entscheidende ist aber, dass bei einer manuellen Drehung des unteren Rotorblattes der Feldlinienverlauf immer gleich bleibt (wenn man sich mit dem Rotorblatt zusammen dreht). Wenn sich der Feldlinienverlauf aber nicht ändert, gibt es auch keinen Grund, warum sich der Rotor drehen sollte (wenn man es genau nimmt, ist die Umlenkrolle auch überflüssig. Entscheidend ist, dass die Kraft immer zwischen zwei Punkten wirkt, hier zwischen dem Rotorbatt und der Elektrode darüber).

Deshalb kann es nicht sein, dass sich der Rotor aufgrund der Coulombkraft dreht. Aber wie gesagt - warum er sich dreht, kann ich auch nicht sagen. Wenn ich eine Vakumröhre zur Verfügung hätte, hätte ich mich sicher schon an die Untersuchung gemacht. Da würde ich noch etliche Messungen unternehmen, z.B. Umpolen der Spannung, Unterbrechung der Stromspeisung der Hochspannung für einen längeren Zeitraum etc.. unterschiedliche Öle und was es sonst noch so alles gibt. Wie gesagt, außergewöhnliche Behauptungen benötigen außergewöhnliche Nachweise.

Gruß Rudi

Offline Murmeltiger

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #6 am: 15. Februar 2012, 15:30:13 Nachmittag »
Auch wenn ich hier nochmal wiederhole, was Jens schon geschrieben hat:
Der Knackpunkt ist der, dass das mit dem Rotor eben kein Gedankenexperiment war, sondern ein ganz real aufgebautes - und der Rotor hat sich gedreht, auch im Vakuum.
Auch wenn das Erklärungsmodell also nicht stimmen sollte; die Energie ist da.
Ausreichend hochentwickelte Magie ist nicht von Technologie zu unterscheiden.

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #6 am: 15. Februar 2012, 15:30:13 Nachmittag »

Offline wanninger

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #7 am: 15. Februar 2012, 18:51:22 Nachmittag »
Auch wenn das Erklärungsmodell also nicht stimmen sollte; die Energie ist da.
Du hast recht. Aber wahr ist auch, dass diese Energie nichts mit der von Herrn Turtur postulierten Energie zu tun hat.

Gruß Rudi

Offline alana

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #8 am: 24. Februar 2012, 20:51:05 Nachmittag »
@wanninger

da gab es doch von Dietmal Hohl ein vielversprechendes Video, dass sich auf Turtor bezog.

lg

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #8 am: 24. Februar 2012, 20:51:05 Nachmittag »

Offline wanninger

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #9 am: 29. Februar 2012, 23:13:52 Nachmittag »
@alana

wo denn ?

Gruß Rudi

Offline alana

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #10 am: 01. März 2012, 20:38:52 Nachmittag »

Offline wanninger

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #11 am: 01. März 2012, 23:22:11 Nachmittag »
guckst du ab hier.....

http://www.overunity.de/1172/turtur-konverter/msg24761/#msg24761


Gruß Rudi

p.s. der hat nun wirklich nichts mit Dietmar Hohl zu tun

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #11 am: 01. März 2012, 23:22:11 Nachmittag »

Offline o_neill

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #12 am: 02. März 2012, 09:30:46 Vormittag »
kein plan ob die links hier schon veröffentlicht wurden oder nicht... wie immer halt..
ich hoffe das wenigstens jemand anders mehr damit anfangen kann, viel erfolg!
ach ja die hp´s sind ziemlich langsam, also geduld (kann minuten lang dauern das laden -.- ).

das freie energie lied das auf der seite verlinkt ist, bockt voll nei ;)

www.visionblueenergy.net
www.visionblue.info


mfg

O'Neill


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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #12 am: 02. März 2012, 09:30:46 Vormittag »

Offline LançaIV

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #13 am: 02. März 2012, 11:02:21 Vormittag »
Bei einer PWM-Maschine,dazu zaehle ich auch elektrostatische Motoren und Generatoren, ist die Art und Weise=Modulation  der Puls/-e-Auf und Abladung entscheidend,weil daraus dann erst die Kraftentfaltung stattfindet.

Wie im overunity.com auch schon zum  Ali Ghazanfar Generator erwaehne ich auch hier die
Erlaeuterungen des Prof. Kanarev zu "Pulse Power"-Motoren, wobei dieser selbst ein Beispiel angibt ,wie aus 15KWmax. -dann daraus einem mathematischen  durchschnittlichem 144W input sich doch nur dann ein technisch-physikalisch gemessener 1,4W input ergibt !
Ein Resultat ,welches zur Vorsicht mahnt ,aber wohl auch viele propagierte  OU-Ergebnisse erklaert !
www.rexreserch.com

Zu den Krafthebel-Apparaturen gibt es als weitere Informationslinks die Jackie Abeillon WO8103200
 http://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=pdf&docid=FR000002482190A1
und
Franz Hawlitschek DE4412700 und 4332548 Publikationen.
http://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=pdf&docid=DE000004332548A1
http://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=pdf&docid=DE000004412700A1

MfG
       CdL
« Letzte Änderung: 02. März 2012, 14:06:05 Nachmittag von LançaIV »

Offline Felix

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Re: Der elektrostatische Rotor nach Turtur
« Antwort #14 am: 02. März 2012, 12:32:24 Nachmittag »
@o_neil

echt tolle Seite.

Der Selbstläüfer den die gebaut haben ist schon hochinteressant.
Messmethoden und interpretation der Messwerte geradezu genial.

Ich konnte mit der Methode jetzt 3 Selbstläufer in meiner Werkstatt lokalisieren (2 Lüfter und eine alte Kaffeemühle). Die Kaffeemühle hat einige Probleme gemacht, zumal ich da auch noch einen Spannungswandler vorschalten musste. Ich habe aber gesehen, daß in Weiterentwicklung größere Battarien verwendet wurden. Also, noch eine Battarie dazugestellt, nochmal gemessen, neu interpretiert und schon wieder in Selbstläufer.

Gruß Felix

 

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