Das was die beim NDR schreiben stimmt schon in etwa, zu viel Mais ist auf dauer nicht gut.
Beim neuen EEG 2012 wurde Getreide (dazu zählt auch der Mais und z.b. GPS (Ganzpflanzensilage von Getreide) auf maximal 60% begrenzt. Im letzten EEG 2009 waren die Biogasanlagen etwas zu gut subventioniert, was man ja am boom sehen kann. Außerdem ist nun eine Wärmenutzung vorgeschrieben, so wird die Ökobilanz wesentlich verbessert.
Es gibt eine Dünge-Verordnung die das Ausbringen von Dünger klar Regelt. Trotzdem kann es eben zu Auswaschungen kommen. Diese sind zwar selten, aber immernoch vorhanden. Auch das ausbringen der Biogasgülle wird seit kurzen stärker Eingeschränkt, so muss diese unverzüglich nach oder bei der Ausbringung eingearbeitet werden um Ammoniakemmissionen zu minimieren.
An neuen Pflanzen wird ständig geforscht, der Mais hat sich halt bei uns durchgesetzt weil er so ein gutes Wachstum hat und sehr robust ist, hitze/trockenheitbeständig, und eine C4 Pflanze ist (sehr schnelles Wachstum). Es werden aber auch immer mehr andere Pflanzen eingesetzt, um eine "Vermaisung" entgegenzuwirken und den Boden zu schonen. Z.b. sind Zuckerrüben stark im kommen, Sudangras (Chinaschilf), Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum), usw. Auch wird der Einsatz von Gülle/Mist/Reststoffe besser vergütet, was ich für sehr sinnvoll halte.
Wenn das Grünrand direkt zur Biogasnutzung genutzt würde wäre es viel sinnvoller als es umzubrechen um dann darauf Mais anzubauen. Dagegen wird ja im neuen EEG mit der 60% max Maiseinsatz gehandelt.
Biogas ansich ist nicht schlecht, wenn die Wärme jedoch verpufft, wenn nur Mais zum Einsatz kommt und es dem Betreiber ne goldene Nase bringt ohne Klimaschutz finde ich es scheiße.
Das mit den Sägespänen wird denke ich nicht klappen, da diese aus Zellulose/Ligning bestehen und das sehr schlecht von den Bakterien umgesetzt wird. Die Sägespäne direkt zu verbrennen wird wohl mehr Wärme erzeugen

Anbei noch eine Grafik welche Stoffe schnell & gut umgesetzt werden.
Grüße